villarosenau http://villarosenau.blogsport.de Sun, 20 Sep 2009 09:27:19 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en 5 JAHRE VILLA ROSENAU – FESTIVAL, 24. – 26. September 2009 http://villarosenau.blogsport.de/2009/08/30/5-jahre-villa-rosenau-festival-24-26-september-2009/ http://villarosenau.blogsport.de/2009/08/30/5-jahre-villa-rosenau-festival-24-26-september-2009/#comments Sun, 30 Aug 2009 08:59:30 +0000 Administrator Allgemein http://villarosenau.blogsport.de/2009/08/30/5-jahre-villa-rosenau-festival-24-26-september-2009/ Am 2. September 2004 wurde die Villa Rosenau, ehemals Sozialwohnung, dann Büro für Bauarbeiten, dann Grenztierarztbüro, besetzt. Damit entstand der heute einzig noch vorhandene Freiraum Basels. In der ganzen Schweiz und weltweit beobachten wir eine Stadtentwicklung, die selbstorganisierte Kultur, Polit- und Wohnprojekte an den Rand drängt, bzw. sie brutaler Repression aussetzt. Zug, Baden, Thun und viele andere Städte können ein Lied davon singen.

Hier in Basel zeigt sich diese Entwicklung etwa in der schleichenden Ausbreitung des „Novartis Campus“ im St. Johanns-Quartier, finanzschwache Bevölkerungskreise werden aus der Stadt verdrängt. Wir versuchen gegen diese Entwicklung anzugehen und bieten jemensch, der sich mit den Grundsätzen eines diskriminierungsfreien Raumes einverstanden erklärt (sprich aktiv gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie eintritt), unsere Räume und Infrastruktur (Konzertkeller, Kino, Veranstaltungsraum) zur Benutzung an.

Nun fordern wir euch auf, mit uns zu feiern, anstatt zu lamentieren! Beschweren wir uns wieder, wenn wir geräumt werden, jetzt wird gefestet! Kommt vorbei, esst mit uns, hört euch die Konzerte an, spielt Fussball, bildet Banden! Bringt Farbe in unser Quartier!

Eure Villa

Vorläufiger Ablauf:

Donnerstag, 24. September 2009

Piraten – Cocktail – Party

mit Mañana me Chanto
und Diarrhea

Freitag, 25. September 2009

Klassenkrampfrap

mit Holger Burner
Support Act und Hip-Hop-Afterparty

Samstag, 26. September 2009

14:00 Fussballturnier auf der Voltamatte, danach Vokü

21:00 Konzert mit:

Postwar Depression
Kopfnuss
Spylown

Details zu allen Tagen folgen noch!

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Für einen rebellischen, anarchistischen 1. Mai 2009 http://villarosenau.blogsport.de/2009/04/15/fuer-einen-rebellischen-anarchistischen-1-mai-2009/ http://villarosenau.blogsport.de/2009/04/15/fuer-einen-rebellischen-anarchistischen-1-mai-2009/#comments Wed, 15 Apr 2009 11:46:14 +0000 Administrator Allgemein http://villarosenau.blogsport.de/2009/04/15/fuer-einen-rebellischen-anarchistischen-1-mai-2009/ Als Teil des revolutionären Bündnisses Basel unterstützen wir den Aufruf zu einem kämpferischen 1. Mai 09. Zudem versuchen wir zusammen mit den Karakök Autonomen TR/CH dem ganzen einen sichtbaren anarchistischen Touch zu geben.

Zudem findet am Samstag, den 18.4. ein 1.Mai-Solikonzert und am Sonntag, den 26.4. eine Veranstaltung der FAU Bern zum Thema selbstverwaltete Fabriken (INNSE, Zanon) statt.

Alle an den 1. Mai! Anarchistisch, laut, lebendig!

Manifest für einen kämpferischen 1. Mai

Alle in den antikapitalistischen Block!

Wir befinden uns in der grössten Wirtschafts-Krise seit dem 2.Weltkrieg. Dies müssen nun zähneknirschend auch bürgerliche ÖkonomInnen zugeben. Ihre herbstlichen Versicherungen, die Krise betreffe ausschliesslich den US-Investmentmarkt hören sich heute lächerlich an. Mit jedem Tag wird deutlicher: Die angebliche Finanzkrise ist die Krise des Kapitalismus, und zwar in all seinen Dimensionen: Die ökonomische Krise geht einher mit einer tiefen politischen und kulturellen Krise (imperialistische Kriege, Rassismus und erstarkende Religiosität). Und diese umfassende Krise ist längst auch in der Schweiz angekommen. Höchste Zeit also, darauf kämpferische und politisch klare Antworten zu entwickeln. Ein wichtiges Datum ist der 1. Mai. Seit über 100 Jahren gehen an diesem Tag weltweit Millionen auf die Strasse. Immer und überall schafften es kämpferische ArbeiterInnen die gesellschaftlichen Brennpunkte der Zeit zu erkennen und sie ins Zentrum des 1.Mai zu rücken. In Basel wird der 1. Mai jedoch seit Jahren in der gleichen Form durchgeführt, die kämpferischen Elan und Opposition nur bedingt zum Ausdruck bringt. Dies liegt weitgehend an einer „verstaubten“ 1.-Mai-Bürokratie (BGB, SP), neben der es sich nur lohnen kann, auf die eigene Kraft zu vertrauen und die Geschichte der kämpferischen Bewegung der Arbeiter und Arbeiterinnen aufzunehmen. Sprich: Etwas Neues zu entwickeln. Zusammen Essen und Trinken ist wichtig, wir wollen aber mehr….
Darüber hinaus blicken wir auch auf die internationalen Reaktionen auf die Krise des Kapitalismus. In Europa wird zunehmend mit Generalstreiks und Widerstand auf den Strassen und in den Betrieben reagiert. Nicht nur in Lateinamerika werden Versuche unternommen, dem Imperialismus entgegenzutreten. Alles Auseinandersetzungen, die uns zeigen, dass es möglich und lohnend ist zu kämpfen! Dafür gibt es mittlerweile auch in der Schweiz Beispiele: Die SBB-Arbeiter in Bellinzona, eine klassenkämpferische Mobilisierung anlässlich des Allpack-Gerichtsurteils etc. Wenn der Widerstand gegen die Unternehmer und deren soziale und imperialistische Kriegspolitik manches Mal noch zu schwach ist, so liegt es an uns, dies zu verändern!
Ein Ansatzpunkt dafür ist eben der 1.Mai. Gerade heute ist es die dringliche Aufgabe aller kämpferischen Kräfte die Initiative zu ergreifen und den Spiess umzudrehen. Wir wollen einen kraftvollen 1. Mai 09! Und wir fordern daher mehr Raum für kämpferische Perspektiven!

Den Spiess umdrehen – Statt Sozialpartnerschaft: Klassenkampf!
Nehmen wir uns die Strasse zurück – Heraus zum 1. Mai!

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Strasbourg: Steine und Tränengas http://villarosenau.blogsport.de/2009/04/02/17/ http://villarosenau.blogsport.de/2009/04/02/17/#comments Thu, 02 Apr 2009 19:35:47 +0000 Administrator Allgemein http://villarosenau.blogsport.de/2009/04/02/17/ feuer
Schon gestern wurde mehreren dutzend AktivistInnen die Einreise nach Frankreich verweigert. Zum Beispiel auch dem Küchenbus von Le Sabot, die Begründung war, dass die Küchenmesser als Bewaffnung benutzt werden können. Ein Teil von den Abgewiesenen reiste zurück ins Convergence Center in Freiburg oder passierte erfolgreich die Grenze bei Basel oder Mülheim. In London an den Protesten gegen den G20-Gipfel wurden Banken entglast, bei einem darauf folgenden Kessel starb eine Person, die Umstände sind bis jetzt ungeklärt. Das Convergence Center in London wurde heute am frühen Nachmittag durchsucht, daraufhin und in Bezug auf den Todesfall von gestern abend, fand eine Soli-Demo in Strasbourg statt. Auf dem Weg zum Place Kleber, von wo aus die Demo hätte starten sollen, wurde eine Militärbasis entglast. Die unbewilligte Demo erreichte die Innenstadt nie, da sie etwas später auseinandergetrieben wurde, es gab einige Festnahmen. Ein Dutzend Bushäuschen wurden zerstört, einige Mülltonnen brannten. Es folgten ein Kessel und Tränengasattacken in der Nähe des Camps. Zur Zeit wird von 90 Festnahemn in Strasbourg ausgegangen. Etwa 100 Meter östlich vom Camp gibt es Auseinandersetzungen, es wird von Tränengas seitens der Polizei und brennenden Barrikaden sowie Steinen seitens der DemonstrantInnen berichtet.

News aus London zum G20-Gipfel
Ticker von linksunten.indymedia
Gerüchteticker von linksunten.indymedia
Regionalblatt aus dem Elsass

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Antimilitaristische Woche in der Villa http://villarosenau.blogsport.de/2009/03/02/antimilitaristische-woche-in-der-villa/ http://villarosenau.blogsport.de/2009/03/02/antimilitaristische-woche-in-der-villa/#comments Mon, 02 Mar 2009 02:14:08 +0000 Administrator Allgemein http://villarosenau.blogsport.de/2009/03/02/antimilitaristische-woche-in-der-villa/ Zwischen dem 23. und 29. März öffnet die Villa Rosenau ihre Tore für die antimilitaristische Woche. Es gibt Veranstaltungen, Filme, Konzerte, Voküs, Bier und Snacks und wie immer Raum und Zeit um Leute zu treffen, Pläne zu schmieden und das eine oder andere zu bereden.

Da in der Schweiz, wie auch in Europa die Tendenz zunehmend Richtung Militarisierung des öffentlichen Raums geht, und der Anspruch der Machthabenden auf totale Kontrolle immer deutlicher wird, fassen diese Themen langsam Fuss in der linksradikalen Szene. Einzelne beschäftigen sich mit neuen Polizeigesetzen, Überwachung und anderen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, andere wiederum setzen ihre Energie auf Kampagnen gegen die Kooperation mit Kriegen, manche unterstützen MigrantInnen in ihrem Kampf um Bleiberecht oder lenken ihren Fokus auf die Auswüchse der neoliberalen Stadtentwicklung. All diese Aktivitäten machen Sinn und sind auf der Höhe der Zeit. Leider kommt aber zu selten ein gesamtgesellschaftlicher Ansatz zum Zug, der klar machen würde, dass all dies in direktem Zusammenhang mit einer allumfassenden Aufrüstung steht, mit dem Ziel das kapitalistische System zu erhalten und zu schützen.

Sie wollen die Welt beherrschen bis zum Ende, wir wollen das Ende der Herrschaft auf der ganzen Welt
Betrachten wir das neue Nato-Strategie-Papier, fällt vorallem die Bedeutung der zunehmenden Verflechtung der inneren und äusseren Sicherheit auf. Der sogenannte „Proaktive Ansatz“, also die Idee Konflikte mit militärischen sowie zivilen Mitteln im Keim zu ersticken, bevor sie überhaupt entstehen, mit dem Zweck die innere Sicherheit stabil zu halten um auf Biegen und Brechen eine ernstzunehmende Aussenpolitik führen zu können, verweist auf einen global spürbaren Trend der totalen Kontrolle in jeglicher Hinsicht.

Gebiete wie der Kosovo, die ihre eigene innere Sicherheit nicht herstellen können, und somit als „instabil“ bezeichnet werden, werden im Zuge dieser Strategie kurzerhand von UNO und NATO (auch mit Hilfe von Schweizer Soldaten) besetzt. Dass sich diese zwei Organisationen dann auch mal in die Haare kriegen, wenns drum geht wer das letzte Wort über die Herrschaft über diese Region hat, ist eine Nebensächlichkeit. Im Endeffekt geht es ihnen nicht darum, Gewalt zu verhindern, Demokratie zu schaffen oder die Menschenwürde zu schützen, sondern einzig und allein darum, diese momentan nicht so rentable Region, für den Kapitalismus fit zu machen. Orte wo Menschen froh sind wenn sie gerade mal 150€ im Monat verdienen, eignen sich eben perfekt als Billiglohnstandort, wären da nur nicht die mafiösen Strukturen und die Probleme an der serbischen Grenze. Ein Kriegseinsatz der Profite bringt und neue Märkte erschliesst.

Der Kosovo ist nur ein Beispiel, wo die Schweiz militant mitmischt wenn es um die kapitalitische Weltordnung geht. Diese Absichten werden auch mit der Mitgliedschaft im Schengen-Abkommen erkennbar. Mit der Begründung die Innengrenzen des Schengenraums zu öffnen, werden Personenkontrollen durch die Zollbehörden im Inland ermöglicht (jeweils im Umkreis von 30 km beidseits der Grenze), und gleichzeitig die Aussengrenzen an internationalen Flughäfen, am Mittelmeer und am Atlantik mit Hilfe Schweizer Beamter unter dem Kommando der Europäischen Agentur Frontex verschärft. Ein weiteres Beispiel ist das Schengen-Informationssystem, welches darauf abzielt „Illegale“ und „Kriminelle“ oder auch „potenzielle Straftäter“ innerhalb des Schengenraums möglichst effizient zu kontrollieren und zu verfolgen.

Shut down Fortress Europe!
Die Festung Europa ist also längst Realität, und die Schweiz, obwohl sie sich nach wie vor neutral und humanitär gibt, Teil davon. Es gibt also genug zu tun, diese brutale Entwicklung in Richtung eines internationalen kapitalistischen Polizeistaatenbundes, aufzuhalten. Dabei sollten wir auch nicht vergessen, dass es uns beim Kampf gegen die totale Kontrolle und Ausbeutung nicht um bürgerliche Angelegenheiten wie die Wahrung der Privatsphäre gehen, sondern darum, unsere politische und soziale Freiheit zu erhalten, damit wir uns überhaupt gegen Herrschaft und Faschismus zur Wehr setzen können. Solange Selbstbestimmung nicht möglich ist, können wir auch auf humanitäre Feigenblätter wie Menschenrechte verzichten und erst recht auf wahnwitzige „friedenssichernde“ Kriegseinsätze. Repräsentative Demokratie ist nichts als konstitutionelle Diktatur!

Wir wollen weder ihren Krieg, noch ihren Frieden!

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http://villarosenau.blogsport.de/2009/03/02/antimilitaristische-woche-in-der-villa/feed/
Gegen ihren Krieg und gegen ihren Frieden http://villarosenau.blogsport.de/2009/02/23/gegen-ihren-krieg-und-gegen-ihren-frieden/ http://villarosenau.blogsport.de/2009/02/23/gegen-ihren-krieg-und-gegen-ihren-frieden/#comments Mon, 23 Feb 2009 13:23:54 +0000 Administrator Allgemein http://villarosenau.blogsport.de/2009/02/23/gegen-ihren-krieg-und-gegen-ihren-frieden/ mafalda

Das aggressive Kriegsbündnis NATO feiert am 3.-4. April in Strasbourg (Frankreich), Kehl und Baden-Baden (Deutschland) seinen 60. Geburtstag. Gegen diese Kriegstreiberei von oben regt sich Widerstand von unten.Lokale Gruppen und ein internationales Bündnis sind zur Zeit damit beschäftigt, Demonstrationen, Festivals, Aktionen und eine Gegenkonferenz zu organisieren. An der Aktionskonferenz am 14./15. Februar, haben etwa 400 Leute teilgenommen, eine Zusammenfassung der Ergebnisse findet ihr hier: http://www.dazwischengehen.org/de/story/2009/02/jetzt-gehts-richtig-los

In Deutschland sind es vor allem die interventionistische Linke und das neu gegründete lokale Bündnis Résistance des deux rives die sich mit dem Gipfel beschäftigen.
In Frankreich gibt es die Coordination Anti Otan Strasbourg und das Netzwerk Dissent!
In der Schweiz hat es das Thema Antimilitarismus nach wie vor schwer, in der Bewegung Fuss zu fassen.

1. – 8. März: Infotour durch die Schweiz.
23. März bis 29. März: Villa Rosenau, Basel: Beginn der Antimilitaristischen Woche
25. März bis 31. März: KTS Freiburg, 20 Uhr: Eröffnung des Convergence-Centers
30. März: Bertoldsbrunnen Freiburg, 18 Uhr: Make Militarism History! — Demonstration gegen die NATO und für Versammlungsfreiheit
Make Militarism History
1. April: Villa Rosenau, Basel: Eröffnung des Infopoints
1. April: Strasbourg-Neuhof: Camperöffnung und Festival
3. April: Baden-Baden: Ganztägig Blockaden der Zufahrtsstraßen; 11 Uhr: Demonstration zum Festspielhaus, Kundgebung
4. April: ab 6 Uhr Blockaden in Strasbourg und Kehl | 13 Uhr: internationale Großdemo in Strasbourg | Anti-NATO Demo in Istanbul | Anti-NATO Demo in New-York oder Washington
5. April: Anti-Knast Demo in Strasbourg
8. April: Antirepressions-Soliparty, 21 Uhr in der KTS Freiburg

Wir halten es an dieser Stelle nicht für nötig, inhaltlich Kritik an der NATO zu üben, da dieses kapitalistische Kriegsbündnis so oder so illegitim ist, genauso wie ihre Angriffskriege im Irak, Afghanistan, im Balkan und anderswo, die sie als „Friedenseinsätze“ verkaufen wollen. Nicht dass dies für uns einen Unterschied machen würde, aber zwecks Vollständigkeit möchten wir doch nochmal festhalten, dass die Schweiz durch ihre Mitgliedschaft bei der NATO-Gruppe Partnerschaft für Frieden, Teil des Projektes NATO ist.

Ein zeitlos interessanter Link mit aktuellen Beiträgen und ausführlichem Archiv über Gipfelproteste:
www.gipfelsoli.org

süddeutsches Indymedia:
http://linksunten.indymedia.org/

inhaltliche Beiträge zum Thema der Informationsstelle Militarisierung:
http://www.imi-online.de/

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http://villarosenau.blogsport.de/2009/02/23/gegen-ihren-krieg-und-gegen-ihren-frieden/feed/
Krise den Banken – Gegen das System! http://villarosenau.blogsport.de/2008/12/13/krise-den-banken-gegen-das-system/ http://villarosenau.blogsport.de/2008/12/13/krise-den-banken-gegen-das-system/#comments Fri, 12 Dec 2008 22:42:01 +0000 Administrator Allgemein http://villarosenau.blogsport.de/2008/12/13/krise-den-banken-gegen-das-system/ Die Blase ist geplatzt. Nachdem die Finanzmärkte geplündert wurden, steht nun der Kapitalismus im Rampenlicht und in der Kritik. Es gibt harte Worte gegen die Banken, Bankiers und Börsengänger: Alles Geizhälse, Bonzenpack. Und es wird gejammert über die unfairen Folgen der rücksichtslosen Mittel wie Leerverkäufe, Hedge-Funds… Doch was mit der Bankenkrise geschehen ist, hat nichts mit dem brachialen Verhalten einiger RaubtierkapitalistInnen zu tun, sondern ist die Folge des kapitalistischen Systems, welches durch seine Logik des ewigen Wachstums immer wieder zusammenbrechen muss. Es gibt keinen guten, keinen funktionierenden Kapitalismus:

Im Kapitalismus, auch Neoliberalismus genannt, ist der Profit das Mass aller Dinge. Wer also auf den internationalen Finanzmärkten mit diversen Kniffs + Tricks versucht seine Gewinne zu steigern handelt innerhalb der Logik des Systems richtig. Dass jeder Gewinn mit Verlust verbunden ist, ist dabei eine Selbstverständlichkeit die dazu führt dass Existenzen zersört oder gefährdet, Löhne gekürzt, Menschen entlassen werden. Doch das sollte uns eigentlich nicht wundern.

Natürlich sind die Milliarden Menschen doppelt verarscht, die sich tagtäglich auf dem Arbeitsmarkt prostituieren oder sich mit diagnostizierter Arbeitslosigkeit oder als Sozialfall durch den Behördendschungel schlagen, wegen Zahlungsunfähigkeit aus der Wohnung geschmissen werden und auf der Strasse leben. Sie arbeiten jeden Tag, 8 Stunden und mehr, in guten wie in schlechten Zeiten, um dem Unternehmen jenen Gewinn zu bringen, welcher im Kapitalismus überlebensnotwendig ist. Gibt es aber eine Krise, versucht sich das System zu retten, indem es die Krise auf diejenigen abwälzt, die den Gewinn überhaupt erst möglich machten.

Nun gibt es tausend Rezepte, wie der Kapitalismus erträglicher gemacht werden soll. Regulierung, Steuern, Kaufkraft sind bekannte Schlagworte. Doch welche Interessen können dahinterstecken, wenn versucht wird, ein System zu reformieren, welches Ungleichheit als Voraussetzung benötigt, Arbeitslosigkeit und Armut trotz allem Überfluss produzieren muss, damit Druckmittel vorhanden sind? Ein System, welches sich mittels Militarisierung der Öffentlichkeit vor dem Protest, dem Zorn, dem Widerstand der Ausgebeuteten schützt, wieso sollte ein menschenverachtendes System wie dieses unterstützt oder verbessert werden?

Was ist die Alternative?

Luxus für Alle – Für ein selbstbestimmtes Leben!

Es ist nicht entscheidend, wie wir unser Leben gestalten. Entscheidend ist, dass wir es tun. Dass wir selber entscheiden, wie uns unser Leben gefällt. Ob wir Widerstand leisten im Alltag, am Arbeitsplatz, streikend, um laut und kräftig die Lohnarbeit zurückzuweisen. Uns die Produktionsmittel still und heimlich aneignen, uns am Überfluss bedienen und Besitz durch Benutzung und Besetzung definieren. Ob wir Fensterscheiben einschlagen oder die Stadt mit Farbe verschönern, ob wir unsere Ideen auf Flugblätter drucken und verteilen, unsere Beziehungen herrschaftsfrei leben und solidarisch sind mit unseren Freunden und Freundinnen oder ob wir unseren Kampf ganz anders ausdrücken und neue Wege finden, Widerstand zu leisten und zu agitieren.
Kämpfen wir für unser Leben!

Villa Rosenau, Basel

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Der Staat behebt keine Fehler – Er ist der Fehler http://villarosenau.blogsport.de/2008/12/13/der-staat-behebt-keine-fehler-er-ist-der-fehler/ http://villarosenau.blogsport.de/2008/12/13/der-staat-behebt-keine-fehler-er-ist-der-fehler/#comments Fri, 12 Dec 2008 22:40:39 +0000 Administrator Allgemein http://villarosenau.blogsport.de/2008/12/13/der-staat-behebt-keine-fehler-er-ist-der-fehler/ Es krachen also die Banken und die Börsenkurse stürzen. Tausende von Arbeitskräften wurden freigestellt und Billionen von Franken verschwanden im schwarzen Loch der Finanzkrise. Nach den vorangegangenen gründlichen Studien sind wir zu der Ansicht gekommen, dass damit einige wichtige Indikatoren für eine Krise vorliegen.

Das Gute an einer Krise ist ja, dass mensch daraus lernt. Eifrig darum bemüht, dies nicht zu tun, stellen sich nun Menschen auf die Strasse, erheben wortgewaltig ihre Stimmen in ihren Parlamenten und Ausschüssen und tun ihre ach so grosse Wut in Form von völlig idiotischen Ideen kund:

„Verstaatlicht die Banken!“, „Zahlt die Boni zurück!“, „Regierung und Parlament sollen ihre Verantwortung wahrnehmen!“ und so ähnlich tönt es effektheischend.

Es kann natürlich verlockend sein, einen unglaublich bösen Manager dazu zu zwingen, Geld zurück zu geben. Doch damit etwas an den Prozessen, die diese Krise hervorgerufen haben, verändern zu wollen, ist nur lächerlich. Nennt mensch das Problem beim Namen – Kapitalismus – so heisst das noch lange nicht, dass mensch dann mehr verstanden hätte. Klar, Profitlogik, Konkurrenzdenken und Ausbeutung der ArbeiterInnen sind schon eine böse Sache. Aber noch nicht der Weisheit letzter Schluss. (Den haben nur wir.) Wäre nur der freie Markt der Bösewicht, könnte man tatsächlich alle Banken verstaatlichen, Regierung und Parlament würden Verantwortung übernehmen und alles würde wieder gut.

Die Frage sollte aber erlaubt sein, was denn der grosse Unterschied zwischen einer staatlichen und einer privaten Bank sein soll? Ist es die „demokratische“ Kontrolle über die Bank? – Kaum, oder wann haben sie das letzte Mal der Postbank gezeigt, wie genau sie wen entlöhnen und was für eine Geschäftspolitik sie fahren soll? Kriegen wir dann etwa auch die Gewinne dieser Banken? – Wohl auch nicht, oder?

Staat und Kapital sind gute Freunde, und zwar schon seit es die beiden gibt. Geht’s dem einen schlecht, hilft ihm der andere, zahlen kann dann der Rest. Wollen wir also wirklich was verändern, lassen wir diese Propheten des guten Gewissen von Juso bis unia im Regen stehen und verkünden kraftvoll und völlig naiv mal wieder das Ende dieses menschenverachtenden Systems:

Nieder mit dem Kapitalismus!
Der Staat behebt keine Fehler, er ist der Fehler!

Eure unabhängigen WirtschaftsprüferInnen der Villa Rosenau, Basel

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Villa Rosenau http://villarosenau.blogsport.de/2008/08/20/erster-eintrag/ http://villarosenau.blogsport.de/2008/08/20/erster-eintrag/#comments Wed, 20 Aug 2008 04:48:02 +0000 Administrator Allgemein http://villarosenau.blogsport.de/2008/08/20/erster-eintrag/ Zu dieser Zeit bildet sich in der Villa Rosenau in Basel ein neues, politisches Wohnkollektiv. Aus diesem Anlass wenden wir, die Bewohner des besagten schönen, besetzten Hauses, uns an die interessierte Öffentlichkeit, um ihr unsere Anliegen, Utopien und kritischen Gedanken um den Kopf zu schlagen.

Zuerst das unangenehme, die Kritik…


Der Staat

Väterchen Staat ist nicht unser Freund. Er ist anonymisiertes, gut ausgerüstetes Gewaltpotenzial mit dem Hang, freiheitsliebenden Menschen ihre Steckenpferdchen wegzunehmen. Er ist institutionalisierte Macht, er ist Herrschaft. Und als solche schränkt er jeden von uns in unserem freien, solidarischen Ausleben unserer Bedürfnisse ein. Und als ob das nicht schon genug wäre, hat er sich noch einen grossen Bruder, die kapitalistische Wirtschaft angelächelt…


Kapitalismus

Was dem Staatsmann, der Staatsfrau der Staat ist, ist dem Liberalen die „unsichtbare Hand des Marktes“. Sie regelt alles… und nichts… Sorgt also dafür, dass alles rund läuft und ist dann doch nicht schuld, wenns mal schief geht.
Noch der letzte Ecken unserer Welt wird liberalisiert, kommerzialisiert und auf Wettbewerb getrimmt. So versinken wir im Chaos dreckigsten, kapitalistischen Denkens und reihen uns, oft unbewusst, ein in die grosse Schlacht um den Profit.
Und unser Denken und Handeln, unser Sich-Ausdrücken schaltet sich gleich in einer massenkonformen, marktorientierten Kultur.


Die Auswüchse der Kultur

Kultur ist nicht nur Theater, Kino oder Konzerte. Sie umfasst auch die Art, wie wir zusammen leben, unseren Umgang mit Mensch und Tier. Unter den Vorzeichen eines kontrollwahnsinnigen Staates und einer profitorientierten Wirtschaftens wandelt sie sich zu einem brainfuckenden Ungeheuer, das alle unsere Lebensbereiche vereinnahmt. Freies, unkommerzielles Kulturschaffen und ein solidarisches Zusammenleben sind nicht mehr möglich. Mensch muss zahlen für Filme, Konzerte, nette Gesellschaft und sogar Liebe.
Patriarchat, Sexismus, Homophobie und Rassismus, man nehme sie doch bitte für selbstverständlich in dieser schönen, neuen Welt.

So gehen sie Hand in Hand, das Kapital, der Staat und die Kultur und wandeln an den Ufern eines Ozeans menschenunwürdiger Ausbeutung. Arbeit, Wohnen, Essen, Ausgang… sie sind überall. Und das kotzt uns an.


Unser Anliegen, unsere Utopie

Das alles hat in der Villa Rosenau nichts zu suchen. Wer hier lebt, „schafft“ oder einfach nur ein- und ausgeht, soll dies in einem herrschaftsfreien Umfeld tun können.
Wir bieten (oder arbeiten noch daran) Raum für Konzerte, Theater, ein Atelier… ??? … und natürlich einen Pennraum für Gäste aus aller Welt, völlig gleich aus welchen ethnischen oder sozialen Hintergründen sie kommen.

Wir verstehen uns aber nicht nur als eine kleine Insel im kommerzialisierten Meer. Wir sind Teil dieser Gesellschaft und haben den Anspruch, diese zu verändern. Wir mögen uns hier frei fühlen, frei von staatlicher Repression und kapitalistischer Ausbeutung. Aber schon mit einem Blick vom Balkon holt uns die Realität ein.
Das heisst für uns, dass die Villa Rosenau auch Raum bietet für politische Projekte, die über den Erhalt dieses kleinen Freiraumes hinausgehen, um ein Bewusstsein zu schaffen, dass ein anderes, emanzipiertes Leben möglich ist. Wir rufen daher auch andere, antikapitalistische und staatsfeindliche Menschen und Gruppen auf, diesen Raum für ihre/unsere Politik zu nutzen. Wir werden es sowieso tun.

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