Für einen rebellischen, anarchistischen 1. Mai 2009

Als Teil des revolutionären Bündnisses Basel unterstützen wir den Aufruf zu einem kämpferischen 1. Mai 09. Zudem versuchen wir zusammen mit den Karakök Autonomen TR/CH dem ganzen einen sichtbaren anarchistischen Touch zu geben.

Zudem findet am Samstag, den 18.4. ein 1.Mai-Solikonzert und am Sonntag, den 26.4. eine Veranstaltung der FAU Bern zum Thema selbstverwaltete Fabriken (INNSE, Zanon) statt.

Alle an den 1. Mai! Anarchistisch, laut, lebendig!

Manifest für einen kämpferischen 1. Mai

Alle in den antikapitalistischen Block!

Wir befinden uns in der grössten Wirtschafts-Krise seit dem 2.Weltkrieg. Dies müssen nun zähneknirschend auch bürgerliche ÖkonomInnen zugeben. Ihre herbstlichen Versicherungen, die Krise betreffe ausschliesslich den US-Investmentmarkt hören sich heute lächerlich an. Mit jedem Tag wird deutlicher: Die angebliche Finanzkrise ist die Krise des Kapitalismus, und zwar in all seinen Dimensionen: Die ökonomische Krise geht einher mit einer tiefen politischen und kulturellen Krise (imperialistische Kriege, Rassismus und erstarkende Religiosität). Und diese umfassende Krise ist längst auch in der Schweiz angekommen. Höchste Zeit also, darauf kämpferische und politisch klare Antworten zu entwickeln. Ein wichtiges Datum ist der 1. Mai. Seit über 100 Jahren gehen an diesem Tag weltweit Millionen auf die Strasse. Immer und überall schafften es kämpferische ArbeiterInnen die gesellschaftlichen Brennpunkte der Zeit zu erkennen und sie ins Zentrum des 1.Mai zu rücken. In Basel wird der 1. Mai jedoch seit Jahren in der gleichen Form durchgeführt, die kämpferischen Elan und Opposition nur bedingt zum Ausdruck bringt. Dies liegt weitgehend an einer „verstaubten“ 1.-Mai-Bürokratie (BGB, SP), neben der es sich nur lohnen kann, auf die eigene Kraft zu vertrauen und die Geschichte der kämpferischen Bewegung der Arbeiter und Arbeiterinnen aufzunehmen. Sprich: Etwas Neues zu entwickeln. Zusammen Essen und Trinken ist wichtig, wir wollen aber mehr….
Darüber hinaus blicken wir auch auf die internationalen Reaktionen auf die Krise des Kapitalismus. In Europa wird zunehmend mit Generalstreiks und Widerstand auf den Strassen und in den Betrieben reagiert. Nicht nur in Lateinamerika werden Versuche unternommen, dem Imperialismus entgegenzutreten. Alles Auseinandersetzungen, die uns zeigen, dass es möglich und lohnend ist zu kämpfen! Dafür gibt es mittlerweile auch in der Schweiz Beispiele: Die SBB-Arbeiter in Bellinzona, eine klassenkämpferische Mobilisierung anlässlich des Allpack-Gerichtsurteils etc. Wenn der Widerstand gegen die Unternehmer und deren soziale und imperialistische Kriegspolitik manches Mal noch zu schwach ist, so liegt es an uns, dies zu verändern!
Ein Ansatzpunkt dafür ist eben der 1.Mai. Gerade heute ist es die dringliche Aufgabe aller kämpferischen Kräfte die Initiative zu ergreifen und den Spiess umzudrehen. Wir wollen einen kraftvollen 1. Mai 09! Und wir fordern daher mehr Raum für kämpferische Perspektiven!

Den Spiess umdrehen – Statt Sozialpartnerschaft: Klassenkampf!
Nehmen wir uns die Strasse zurück – Heraus zum 1. Mai!