Krise den Banken – Gegen das System!

Die Blase ist geplatzt. Nachdem die Finanzmärkte geplündert wurden, steht nun der Kapitalismus im Rampenlicht und in der Kritik. Es gibt harte Worte gegen die Banken, Bankiers und Börsengänger: Alles Geizhälse, Bonzenpack. Und es wird gejammert über die unfairen Folgen der rücksichtslosen Mittel wie Leerverkäufe, Hedge-Funds… Doch was mit der Bankenkrise geschehen ist, hat nichts mit dem brachialen Verhalten einiger RaubtierkapitalistInnen zu tun, sondern ist die Folge des kapitalistischen Systems, welches durch seine Logik des ewigen Wachstums immer wieder zusammenbrechen muss. Es gibt keinen guten, keinen funktionierenden Kapitalismus:

Im Kapitalismus, auch Neoliberalismus genannt, ist der Profit das Mass aller Dinge. Wer also auf den internationalen Finanzmärkten mit diversen Kniffs + Tricks versucht seine Gewinne zu steigern handelt innerhalb der Logik des Systems richtig. Dass jeder Gewinn mit Verlust verbunden ist, ist dabei eine Selbstverständlichkeit die dazu führt dass Existenzen zersört oder gefährdet, Löhne gekürzt, Menschen entlassen werden. Doch das sollte uns eigentlich nicht wundern.

Natürlich sind die Milliarden Menschen doppelt verarscht, die sich tagtäglich auf dem Arbeitsmarkt prostituieren oder sich mit diagnostizierter Arbeitslosigkeit oder als Sozialfall durch den Behördendschungel schlagen, wegen Zahlungsunfähigkeit aus der Wohnung geschmissen werden und auf der Strasse leben. Sie arbeiten jeden Tag, 8 Stunden und mehr, in guten wie in schlechten Zeiten, um dem Unternehmen jenen Gewinn zu bringen, welcher im Kapitalismus überlebensnotwendig ist. Gibt es aber eine Krise, versucht sich das System zu retten, indem es die Krise auf diejenigen abwälzt, die den Gewinn überhaupt erst möglich machten.

Nun gibt es tausend Rezepte, wie der Kapitalismus erträglicher gemacht werden soll. Regulierung, Steuern, Kaufkraft sind bekannte Schlagworte. Doch welche Interessen können dahinterstecken, wenn versucht wird, ein System zu reformieren, welches Ungleichheit als Voraussetzung benötigt, Arbeitslosigkeit und Armut trotz allem Überfluss produzieren muss, damit Druckmittel vorhanden sind? Ein System, welches sich mittels Militarisierung der Öffentlichkeit vor dem Protest, dem Zorn, dem Widerstand der Ausgebeuteten schützt, wieso sollte ein menschenverachtendes System wie dieses unterstützt oder verbessert werden?

Was ist die Alternative?

Luxus für Alle – Für ein selbstbestimmtes Leben!

Es ist nicht entscheidend, wie wir unser Leben gestalten. Entscheidend ist, dass wir es tun. Dass wir selber entscheiden, wie uns unser Leben gefällt. Ob wir Widerstand leisten im Alltag, am Arbeitsplatz, streikend, um laut und kräftig die Lohnarbeit zurückzuweisen. Uns die Produktionsmittel still und heimlich aneignen, uns am Überfluss bedienen und Besitz durch Benutzung und Besetzung definieren. Ob wir Fensterscheiben einschlagen oder die Stadt mit Farbe verschönern, ob wir unsere Ideen auf Flugblätter drucken und verteilen, unsere Beziehungen herrschaftsfrei leben und solidarisch sind mit unseren Freunden und Freundinnen oder ob wir unseren Kampf ganz anders ausdrücken und neue Wege finden, Widerstand zu leisten und zu agitieren.
Kämpfen wir für unser Leben!

Villa Rosenau, Basel