5 JAHRE VILLA ROSENAU – FESTIVAL, 24. – 26. September 2009

Am 2. September 2004 wurde die Villa Rosenau, ehemals Sozialwohnung, dann Büro für Bauarbeiten, dann Grenztierarztbüro, besetzt. Damit entstand der heute einzig noch vorhandene Freiraum Basels. In der ganzen Schweiz und weltweit beobachten wir eine Stadtentwicklung, die selbstorganisierte Kultur, Polit- und Wohnprojekte an den Rand drängt, bzw. sie brutaler Repression aussetzt. Zug, Baden, Thun und viele andere Städte können ein Lied davon singen.

Hier in Basel zeigt sich diese Entwicklung etwa in der schleichenden Ausbreitung des „Novartis Campus“ im St. Johanns-Quartier, finanzschwache Bevölkerungskreise werden aus der Stadt verdrängt. Wir versuchen gegen diese Entwicklung anzugehen und bieten jemensch, der sich mit den Grundsätzen eines diskriminierungsfreien Raumes einverstanden erklärt (sprich aktiv gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie eintritt), unsere Räume und Infrastruktur (Konzertkeller, Kino, Veranstaltungsraum) zur Benutzung an.

Nun fordern wir euch auf, mit uns zu feiern, anstatt zu lamentieren! Beschweren wir uns wieder, wenn wir geräumt werden, jetzt wird gefestet! Kommt vorbei, esst mit uns, hört euch die Konzerte an, spielt Fussball, bildet Banden! Bringt Farbe in unser Quartier!

Eure Villa

Vorläufiger Ablauf:

Donnerstag, 24. September 2009

Piraten – Cocktail – Party

mit Mañana me Chanto
und Diarrhea

Freitag, 25. September 2009

Klassenkrampfrap

mit Holger Burner
Support Act und Hip-Hop-Afterparty

Samstag, 26. September 2009

14:00 Fussballturnier auf der Voltamatte, danach Vokü

21:00 Konzert mit:

Postwar Depression
Kopfnuss
Spylown

Details zu allen Tagen folgen noch!

Für einen rebellischen, anarchistischen 1. Mai 2009

Als Teil des revolutionären Bündnisses Basel unterstützen wir den Aufruf zu einem kämpferischen 1. Mai 09. Zudem versuchen wir zusammen mit den Karakök Autonomen TR/CH dem ganzen einen sichtbaren anarchistischen Touch zu geben.

Zudem findet am Samstag, den 18.4. ein 1.Mai-Solikonzert und am Sonntag, den 26.4. eine Veranstaltung der FAU Bern zum Thema selbstverwaltete Fabriken (INNSE, Zanon) statt.

Alle an den 1. Mai! Anarchistisch, laut, lebendig!

Manifest für einen kämpferischen 1. Mai

Alle in den antikapitalistischen Block!

Wir befinden uns in der grössten Wirtschafts-Krise seit dem 2.Weltkrieg. Dies müssen nun zähneknirschend auch bürgerliche ÖkonomInnen zugeben. Ihre herbstlichen Versicherungen, die Krise betreffe ausschliesslich den US-Investmentmarkt hören sich heute lächerlich an. Mit jedem Tag wird deutlicher: Die angebliche Finanzkrise ist die Krise des Kapitalismus, und zwar in all seinen Dimensionen: Die ökonomische Krise geht einher mit einer tiefen politischen und kulturellen Krise (imperialistische Kriege, Rassismus und erstarkende Religiosität). Und diese umfassende Krise ist längst auch in der Schweiz angekommen. Höchste Zeit also, darauf kämpferische und politisch klare Antworten zu entwickeln. Ein wichtiges Datum ist der 1. Mai. Seit über 100 Jahren gehen an diesem Tag weltweit Millionen auf die Strasse. Immer und überall schafften es kämpferische ArbeiterInnen die gesellschaftlichen Brennpunkte der Zeit zu erkennen und sie ins Zentrum des 1.Mai zu rücken. In Basel wird der 1. Mai jedoch seit Jahren in der gleichen Form durchgeführt, die kämpferischen Elan und Opposition nur bedingt zum Ausdruck bringt. Dies liegt weitgehend an einer „verstaubten“ 1.-Mai-Bürokratie (BGB, SP), neben der es sich nur lohnen kann, auf die eigene Kraft zu vertrauen und die Geschichte der kämpferischen Bewegung der Arbeiter und Arbeiterinnen aufzunehmen. Sprich: Etwas Neues zu entwickeln. Zusammen Essen und Trinken ist wichtig, wir wollen aber mehr….
Darüber hinaus blicken wir auch auf die internationalen Reaktionen auf die Krise des Kapitalismus. In Europa wird zunehmend mit Generalstreiks und Widerstand auf den Strassen und in den Betrieben reagiert. Nicht nur in Lateinamerika werden Versuche unternommen, dem Imperialismus entgegenzutreten. Alles Auseinandersetzungen, die uns zeigen, dass es möglich und lohnend ist zu kämpfen! Dafür gibt es mittlerweile auch in der Schweiz Beispiele: Die SBB-Arbeiter in Bellinzona, eine klassenkämpferische Mobilisierung anlässlich des Allpack-Gerichtsurteils etc. Wenn der Widerstand gegen die Unternehmer und deren soziale und imperialistische Kriegspolitik manches Mal noch zu schwach ist, so liegt es an uns, dies zu verändern!
Ein Ansatzpunkt dafür ist eben der 1.Mai. Gerade heute ist es die dringliche Aufgabe aller kämpferischen Kräfte die Initiative zu ergreifen und den Spiess umzudrehen. Wir wollen einen kraftvollen 1. Mai 09! Und wir fordern daher mehr Raum für kämpferische Perspektiven!

Den Spiess umdrehen – Statt Sozialpartnerschaft: Klassenkampf!
Nehmen wir uns die Strasse zurück – Heraus zum 1. Mai!

Strasbourg: Steine und Tränengas

feuer
Schon gestern wurde mehreren dutzend AktivistInnen die Einreise nach Frankreich verweigert. Zum Beispiel auch dem Küchenbus von Le Sabot, die Begründung war, dass die Küchenmesser als Bewaffnung benutzt werden können. Ein Teil von den Abgewiesenen reiste zurück ins Convergence Center in Freiburg oder passierte erfolgreich die Grenze bei Basel oder Mülheim. In London an den Protesten gegen den G20-Gipfel wurden Banken entglast, bei einem darauf folgenden Kessel starb eine Person, die Umstände sind bis jetzt ungeklärt. Das Convergence Center in London wurde heute am frühen Nachmittag durchsucht, daraufhin und in Bezug auf den Todesfall von gestern abend, fand eine Soli-Demo in Strasbourg statt. Auf dem Weg zum Place Kleber, von wo aus die Demo hätte starten sollen, wurde eine Militärbasis entglast. Die unbewilligte Demo erreichte die Innenstadt nie, da sie etwas später auseinandergetrieben wurde, es gab einige Festnahmen. Ein Dutzend Bushäuschen wurden zerstört, einige Mülltonnen brannten. Es folgten ein Kessel und Tränengasattacken in der Nähe des Camps. Zur Zeit wird von 90 Festnahemn in Strasbourg ausgegangen. Etwa 100 Meter östlich vom Camp gibt es Auseinandersetzungen, es wird von Tränengas seitens der Polizei und brennenden Barrikaden sowie Steinen seitens der DemonstrantInnen berichtet.

News aus London zum G20-Gipfel
Ticker von linksunten.indymedia
Gerüchteticker von linksunten.indymedia
Regionalblatt aus dem Elsass

Antimilitaristische Woche in der Villa

Zwischen dem 23. und 29. März öffnet die Villa Rosenau ihre Tore für die antimilitaristische Woche. Es gibt Veranstaltungen, Filme, Konzerte, Voküs, Bier und Snacks und wie immer Raum und Zeit um Leute zu treffen, Pläne zu schmieden und das eine oder andere zu bereden.

Da in der Schweiz, wie auch in Europa die Tendenz zunehmend Richtung Militarisierung des öffentlichen Raums geht, und der Anspruch der Machthabenden auf totale Kontrolle immer deutlicher wird, fassen diese Themen langsam Fuss in der linksradikalen Szene. Einzelne beschäftigen sich mit neuen Polizeigesetzen, Überwachung und anderen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, andere wiederum setzen ihre Energie auf Kampagnen gegen die Kooperation mit Kriegen, manche unterstützen MigrantInnen in ihrem Kampf um Bleiberecht oder lenken ihren Fokus auf die Auswüchse der neoliberalen Stadtentwicklung. All diese Aktivitäten machen Sinn und sind auf der Höhe der Zeit. Leider kommt aber zu selten ein gesamtgesellschaftlicher Ansatz zum Zug, der klar machen würde, dass all dies in direktem Zusammenhang mit einer allumfassenden Aufrüstung steht, mit dem Ziel das kapitalistische System zu erhalten und zu schützen. (mehr…)

Gegen ihren Krieg und gegen ihren Frieden

mafalda

Das aggressive Kriegsbündnis NATO feiert am 3.-4. April in Strasbourg (Frankreich), Kehl und Baden-Baden (Deutschland) seinen 60. Geburtstag. Gegen diese Kriegstreiberei von oben regt sich Widerstand von unten. (mehr…)

Krise den Banken – Gegen das System!

Die Blase ist geplatzt. Nachdem die Finanzmärkte geplündert wurden, steht nun der Kapitalismus im Rampenlicht und in der Kritik. Es gibt harte Worte gegen die Banken, Bankiers und Börsengänger: Alles Geizhälse, Bonzenpack. Und es wird gejammert über die unfairen Folgen der rücksichtslosen Mittel wie Leerverkäufe, Hedge-Funds… Doch was mit der Bankenkrise geschehen ist, hat nichts mit dem brachialen Verhalten einiger RaubtierkapitalistInnen zu tun, sondern ist die Folge des kapitalistischen Systems, welches durch seine Logik des ewigen Wachstums immer wieder zusammenbrechen muss. Es gibt keinen guten, keinen funktionierenden Kapitalismus: (mehr…)

Der Staat behebt keine Fehler – Er ist der Fehler

Es krachen also die Banken und die Börsenkurse stürzen. Tausende von Arbeitskräften wurden freigestellt und Billionen von Franken verschwanden im schwarzen Loch der Finanzkrise. Nach den vorangegangenen gründlichen Studien sind wir zu der Ansicht gekommen, dass damit einige wichtige Indikatoren für eine Krise vorliegen. (mehr…)

Villa Rosenau

Zu dieser Zeit bildet sich in der Villa Rosenau in Basel ein neues, politisches Wohnkollektiv. Aus diesem Anlass wenden wir, die Bewohner des besagten schönen, besetzten Hauses, uns an die interessierte Öffentlichkeit, um ihr unsere Anliegen, Utopien und kritischen Gedanken um den Kopf zu schlagen.

Zuerst das unangenehme, die Kritik… (mehr…)